Wir pflegen die Kunst, durch die Zeit zu reisen

Reisen Sie mit!

Das Luftschiff, mit dem die Histonauten  die Weltgeschichte erkunden, hat Henri Giffard konstruiert.  Dem dampfmaschinenbegeisterten Franzosen gelang 1852  der allererste motorisierte bemannte Flug.  Von Paris über Versailles nach Elancourt legte das Gefährt  rund 28 Kilometer zurück.  Mit seiner aerodynamischen Form und der drei PS starken  Dampfmaschine, die die Luftschraube antrieb, kam der  schnittige Gasballon mit acht Kilometern pro Stunde voran.  Das dreieckige Segel nutzte Giffard zum Steuern.  Zum Landen warf er den Anker. Eine optimierte Variante  des Luftschiffes ging bei der Probefahrt in Flammen auf.  Giffard und sein Begleiter entkamen der Katastrophe  jedoch unverletzt. Erst fünfzig Jahre nach Giffards Pionierflug  gelang es Ferdinand Graf Zeppelin,  ein wirklich verkehrstüchtiges Luftschiff zu bauen.   (© Bild: Sammlung Jean Louis Schlim)


aktuell



bavaricum@histonauten

Im Herbst-/Wintersemester 2019/2020 ruht der gewohnte Veranstaltungsbetrieb des bavaricum@histonauten, weil wir unsere Angebote neu strukturieren und uns schlau machen, wie wir Ihnen die Münchner Stadt-, die Bayerische Landes- und die Europäische Kulturgeschichte noch attraktiver nahebringen können.


Schöpferische Pause
Newsletter Nr. 230
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Liebe Freunde der weiß-blauen Kulturgeschichte,

seit 2013, dem Gründungsjahr unserer kleinen Akademie für Kulturgeschichte, ist viel geschehen: Im Zentrum St. Bonifaz sind über 200 Vorträge mit ergänzenden Rundgängen, Museumsbesuchen und Exkursionen über die Bühne gegangen. Wir haben uns an der „Langen Nacht der Münchner Museen“ beteiligt, mit der „Edition Luftschiffer“ einen eigenen Verlag und mit der „litera bavarica“ eine eigene Buchmesse aus der Taufe gehoben.

Auch hinsichtlich zukünftiger Abenteuer ist der Kopf schon wieder voller Ideen. Zunächst aber wollen wir unsere Angebote neu strukturieren und uns schlau machen, wie wir Ihnen die Münchner Stadt-, die Bayerische Landes- und die Europäische Kulturgeschichte noch attraktiver nahebringen können. Aus diesem Grund ruht im Herbst-/Wintersemester 2019/2020 der gewohnte Veranstaltungsbetrieb des bavaricum@histonauten.

Sobald es wieder losgeht, informieren Sie. Und falls Sie Zeitlang nach uns haben sollten: Aus der Feder von Klaus Reichold stammt der Beitrag „Himmelskind und Adonis, Falstaff und Märchenkönig – Das Bild Ludwigs II.“, der vor Jahresfrist in einer Publikation des Freisinger Diözesanmuseums erschienen ist. Das Buch trägt den Titel „In die Wiege gelegt – Ludwig II. – Der gottgeschenkte Märchenkönig“, zählt unter anderem Reinhard Heydenreuter, Gerhard Immler und Hans Ottomeyer zu seinen Autoren und ist von Christoph Kürzeder bei Allitera herausgegeben worden.



 

Künstler, Kämpfer, Könige
Kunstareal-Schnitzeljagd
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Anlässlich des Kunstareal-Festes haben wir eine Schnitzeljagd entworfen, die Sie an drei Orte des Areals führt. Denn im Kunstareal spiegeln sich viele Facetten der Kulturgeschichte Münchens und Bayerns wider. Die Fragen unserer Schnitzeljagd rufen Ereignisse und Persönlichkeiten in Erinnerung, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.


Wir danken allen, die teilgenommen haben.




Unser Geschenktipp

Eben noch unter Kronleuchtern ...
Die Revolution 1918/1919 aus Sicht der bayerischen Königstöchter

Herausgegeben von Christiane Böhm

Erschienen am 2. Oktober 2018
Hardcover mit Lesebändchen, 180 Seiten und über 40 historischen Abbildungen
18,00 € (D), ISBN 978-3-944936-52-9

„Wer hätte sich das träumen lassen! Nach bald tausendjährigem Bestehen der bayrischen Dynastie — ein solch jähes Ende!“

In der Nacht vom 7. auf den 8. November 1918 stürzt mit König Ludwig III. von Bayern der erste deutsche Monarch von seinem Thron. Seine Flucht aus München samt Familie und Bediensteten ist an Pannen kaum zu überbieten.   

Im Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher hat Christiane Böhm die Tagebücher der Königstochter Wiltrud entdeckt. Sie erlauben einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen jener turbulenten Tage, werden in diesem Band erstmals ausführlich veröffentlicht und lassen den Leser in ein Drama von shakespeare’scher Wucht eintauchen:   

Die Königin ist sterbenskrank. Ihre Angehörigen fürchten, einem ähnlichen Schicksal anheimzufallen wie die russische Zarenfamilie, die wenige Wochen zuvor ermordet worden ist. Die jüngste Tochter bangt um das Zustandekommen ihrer mühsam arrangierten Ehe. Und ihr Verlobter wird Augenzeuge der tödlichen Schüsse auf den Revolutionsführer und bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner.

"Unser Leben ist wie ein spannender Roman; alles spitzt sich jetzt auf Stunden zusammen." (Prinzessin Wiltrud von Bayern)                        


Leseprobe:

Ohne Licht folgte das Auto dem der Eltern durch die schwachbeleuchtete und gegen Osten menschenleere Stadt. „Albrecht mußte sich ducken und die Mütze vorziehen, Hildegard war auch zusammengekauert am Rücksitz. Albrecht glaubte einen Soldaten gesehen zu haben, der dem Auto einen Stein nachwarf — etwas hörte ich auch gegen das Auto prallen. Zwei Leute gingen mit Hanfernen Säcken gegen die Stadt, vielleicht waren es Plünderer. Man war voll Schreck (...). Trupps von Demonstranten begegneten wir nicht, das Maschinengewehrfeuer war auch nur innen     in der Stadt. Wir glaubten an eine Schlacht zwischen Militär und Zivil. Jeden Augenblick fürchteten wir eine Panne. — Da hält das vordere Auto ...“

Verstärkung der Mauer am Brandenburger Tor im November 1961 (National Archive)

Seit 4. März 2018 in der ZDF-Mediathek

Walter Ulbricht - sein geheimes Doppelleben
TV-Dokumentation von Sonja von Behrens

Er belog die Welt über die Mauer wie über sein Privatleben. Die Dokumentation zeigt die Karriere und das Privatleben Walter Ulbricht aus neuer Sicht. Der DDR-Diktator war nicht nur ein gnadenloser Apparatschik und Machtmensch, er war auch Geliebter, Ehemann und Vater. Und er war durchaus lernfähig, was die Entwicklung in der DDR betraf. Nicht sein starres Festhalten am alten System führte zu seinem Sturz durch Erich Honecker, sondern Ulbrichts Wunsch nach Reformen. Mehr Infos ...

Podcast zur Publikation "Im Maschinenraum des Ersten Weltkriegs - Eine Spurensuche in Ingolstadt"

Zum "virtuellen Museum" Im Maschinenraum des Krieges, das wir gemeinsam mit der append[x] GmbH für das Bayerische Armeemuseum erarbeitet haben, gibt es nun auch eine Begleit-Publikation.

Franz Hofmeier, der schon zahllose Schulklassen durch das Bayersiche Armeemuseum geführt hat, hat die Informationen nochmals erweitert und jugendgerecht formuliert, um auch Schülern die konkreten Konsequenzen, die der Krieg für Ingolstadt hatte, nahe zu bringen:

Franz Hofmeier: Im Maschinenraum des Ersten Weltkriegs. Eine Spurensuche in Ingolstadt, in der Reihe Materialien des Museumspädagogischen Zentrums München (MPZ), herausgegeben vom Bayerischen Armeemuseum. Erhältlich u.a. hier ...

Dr. Isabella Kreim vom Kulturkanal Ingolstadt hat die Neuerscheinung und das ganze Projekt nun ausführlich im Radio vorgestellt. Hier gibt es den Beitrag zum Nachhören ...  

Die Histonauten zu Gast bei "Habe die Ehre!"
Jetzt nachhören in der Mediathek von BR Heimat

Wie können wir aus der Geschichte lernen?

Die Histonauten Klaus Reichold und Thomas Endl fragen nach dem Zusammenhang der Ereignisse.

Sie waren zu Gast bei Conny Glogger und haben ihre Arbeit vorgestellt.

PIN.X - Bilder drehen, Bilder verstehen
Museums- und Filmpädagogik
in der Pinakothek der Moderne

Wir filmen mit Schülerinnen und Schülern! Aus Kunst werden Videos, aus "Stills" Stories. Mehr Infos ...

Wenn Sie auch Interesse daran haben, mit Ihrer Klasse teilzunehmen, melden Sie sich bitte bei uns.

Im Maschinenraum des Krieges
Das Bayerische Armeemuseum erinnert an den Ersten Weltkrieg

Die Histonauten haben im Auftrag des Bayerischen Armeemuseums Ingolstadt und in Zusammenarbeit mit append[x] ein „Virtuelles Museum“ geschaffen. Es verbindet historisch relevante Schauplätze in Ingolstadt mit der großen Dauerausstellung zum Ersten Weltkrieg im Reduit Tilly und steht unter http://1914-1918.armeemuseum.de online. Ein  Artikel von Klaus Reichold und ein Trailer von Thomas Endl stellen das Projekt hier vor:

Ein virtuelles Museum entsteht
Artikel für das Magazin "Schönere Heimat"
Schönere Heimat - Artikel Ingolstadt.pdf (213.83KB)
Ein virtuelles Museum entsteht
Artikel für das Magazin "Schönere Heimat"
Schönere Heimat - Artikel Ingolstadt.pdf (213.83KB)