Das Luftschiff, mit dem die Histonauten die Weltgeschichte erkunden, hat Henri Giffard konstruiert. Dem dampfmaschinenbegeisterten Franzosen gelang 1852 der allererste motorisierte bemannte Flug. Von Paris über Versailles nach Elancourt legte das Gefährt rund 28 Kilometer zurück. Mit seiner aerodynamischen Form und der drei PS starken Dampfmaschine, die die Luftschraube antrieb, kam der schnittige Gasballon mit acht Kilometern pro Stunde voran. Das dreieckige Segel nutzte Giffard zum Steuern. Zum Landen warf er den Anker. Eine optimierte Variante des Luftschiffes ging bei der Probefahrt in Flammen auf. Giffard und sein Begleiter entkamen der Katastrophe jedoch unverletzt. Erst fünfzig Jahre nach Giffards Pionierflug gelang es Ferdinand Graf Zeppelin, ein wirklich verkehrstüchtiges Luftschiff zu bauen. (© Bild: Sammlung Jean Louis Schlim)

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Mit den Histonauten
durch Land und Zeit


Manchmal könnte man meinen, dass der bayerische Kalender nur drei Gedenktage kennt: den Geburtstag des Märchenkönigs, den Namenstag des Märchenkönigs und den Todestag des Märchenkönigs. Trotz der Sympathie, die wir für Ludwig II. hegen, halten wir diese Sicht für verkürzt. Außerdem glauben wir, dass Bayern neben den Schlössern Herrenchiemsee, Linderhof und Neuschwanstein durchaus weitere Sehenswürdigkeiten bietet, die einer Berichterstattung würdig sind.

Dem wollen wir Rechnung tragen, indem wir Themen in den Blick nehmen, auf die wir bei unseren Streifzügen „durch Land und Zeit“ stoßen und die uns schon deshalb interessant scheinen, weil sie unseren Horizont weiten: Historische Personen und Ereignisse, Brauchtum und Kirchenjahr, die Neueinrichtung eines Museums oder die Eröffnung eines Kulturpfades, natürlich auch Aktionstage wie der „Tag des offenen Denkmals“ oder Gedenktage mit Bezug zur weiß-blauen Geschichte – es gibt die vielfältigsten Anlässe, darüber nachzusinnen, was unser Leben ausmacht, prägt, bereichert.

Wir wünschen erkenntnisreiche Stunden – und viel Vergnügen!





Von alten Spitalern und dem Triumph des Lebens
Geistliches Brauchtum um Ostern
Von Bundesarchiv, Bild 183-R0211-316 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5436013


Von guten Mächten still und treu umgeben
Dietrich Bonhoeffer im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Gespräch zwischen Klaus Reichold und Pfarrer Thomas Lotz




Foto: Thomas Endl


Die "Schöne Leich'"
als Krönung des Lebenslaufs
Audiobeitrag von Klaus Reichold


Schon seh' ich Glut und Wirbelrauch
Die Walpurgisnacht
Audio-Mitschnitt eines Vortrags von Klaus Reichold aus der Reihe Schaurige Mythen
(Bitte nicht wundern: Im youtube-Video ist wirklich nur ein Bild zu sehen. In unseren Vorträgen sind es natürlich viele mehr.)





Hut ab oder Kopf ab?
Die Histonauten-Kritik


Einen Verriss zu Papier zu bringen, ist für den maliziösen Rezensenten ein höllisches Vergnügen – vor allem, wenn die Sätze sitzen: „Diese Ausstellung braucht kein Mensch.“ „Der Autor kann kein Deutsch.“ „Schon das Vorwort offenbart eine astronomische Ahnungslosigkeit.“ Herrlich!

Dummerweise aber dürfen wir es uns nicht leichtfertig mit Autoren, Ausstellungskuratoren, Herausgebern und Verlegern verscherzen, die geschichtliche Themen unter die Leute bringen. Denn sie leisten die Kärrnerarbeit der historischen Forschung, auf deren Erkenntnissen auch unsere histonautische Vermittlungstätigkeit fußt.

Andererseits gibt es natürlich gelungenere und weniger gelungene Beispiele dafür, wie historische Entwicklungen, Ereignisse oder Personen „erzählt“ werden. Deshalb knöpfen wir uns in der Rubrik „Die Histonauten-Kritik“ Ausstellungen, Fachbücher, Kataloge, aber auch historische Romane vor, fragen nach ihrem Erkenntnis- und Unterhaltungswert und vergeben im besten Fall fünf Luftschiffe.

Dass dieses Unterfangen ebenso subjektiv wie ungerecht ist, weil ihm unsere ganz persönliche Definition des Guten, Schönen und Wahren zugrunde liegt, versteht sich von selbst.

Hut ab oder Kopf ab? Im Zweifelsfall möge der mittelalterliche Spruch gelten, der als Inschrift auch die Wand des Kleinen Sitzungsaals im Rathaus von Kempten ziert: „Eines Manns Red ist keines Manns Red / Mann soll sie hören alle bed.“

Wir wünschen erkenntnisreiche Stunden – und viel Vergnügen!






Eine Epoche am Abgrund
Die Bayerische Landesausstellung „Götterdämmerung II
– Die letzten Monarchen“ wird unter Wert verkauft
Audio-Rezension von Klaus Reichold


Eine Neue Zeit
Die "Goldenen Zwanziger " in Oberbayern
Audio-Rezension von Klaus Reichold & Thomas Endl