Wir pflegen die Kunst, durch die Zeit zu reisen

Reisen Sie mit!

Das Luftschiff, mit dem die Histonauten  die Weltgeschichte erkunden, hat Henri Giffard konstruiert.  Dem dampfmaschinenbegeisterten Franzosen gelang 1852  der allererste motorisierte bemannte Flug.  Von Paris über Versailles nach Elancourt legte das Gefährt  rund 28 Kilometer zurück.  Mit seiner aerodynamischen Form und der drei PS starken  Dampfmaschine, die die Luftschraube antrieb, kam der  schnittige Gasballon mit acht Kilometern pro Stunde voran.  Das dreieckige Segel nutzte Giffard zum Steuern.  Zum Landen warf er den Anker. Eine optimierte Variante  des Luftschiffes ging bei der Probefahrt in Flammen auf.  Giffard und sein Begleiter entkamen der Katastrophe  jedoch unverletzt. Erst fünfzig Jahre nach Giffards Pionierflug  gelang es Ferdinand Graf Zeppelin,  ein wirklich verkehrstüchtiges Luftschiff zu bauen.   (© Bild: Sammlung Jean Louis Schlim)


aktuell


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Angesengte Schuhsohlen
Vortrag: Ludwig I. erklimmt den Vesuv
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1839 verschlang die bayerische Majestät den brandneuen Bestseller „Die letzten Tage von Pompeji“, eilte flugs an den Ort der antiken Katastrophe und stieg zum Entsetzen seiner Entourage bis zum Krater hinauf, über dessen Rand sich wieder einmal glühende Lava ergoss. Nach Hause zurückgekehrt, ließ Ludwig I. in Aschaffenburg ein römisches Wohnhaus nachbauen, das noch heute vom Alltag in Pompeji erzählt. Auch im Garten wünschte der König südliche Stimmung. Doch die Natur verweigerte sich. Dafür gedeihen die Reben prächtig, aus denen der „Pompejaner“ gekeltert wird.

Wann             (Mo) 26. Juni 2017, 19.30 Uhr
Wo                 Zentrum St. Bonifaz, Karlstraße 34, München
Preis              15 €

Anmeldung per E-Mail ...

Erkundungen

Jetzt in der ARD-Mediathek:

Stammheim – Die RAF vor Gericht
Ein hochgesicherter Gerichtssaal als Schauplatz erbitterter Wortgefechte

Auf der Anklagebank saßen die wohl „prominentesten“ Terroristen jener Jahre. Die Verhandlungen zogen sich über 192 Tage. Und die Akten, die in diesem Zeitraum entstanden, umfassten schließlich 50.000 Seiten. Der Strafprozess gegen die „erste Generation“ der „Roten Armee Fraktion“, darunter Andreas Baader und Ulrike Meinhof, war einer der längsten und spektakulärsten in der deutschen Justizgeschichte.

Unsere Hamburger Mit-Histonautin Sonja von Behrens leuchtet in einer ARD-Fernsehdokumentation mit ihrem Kollegen Thomas Schuhbauer die emotionalen Hintergründe dieses Machtkampfes aus, der in den „Deutschen Herbst“ von 1977 mündete.

40 Jahre nach dem Geschehen kommen viele Beteiligte von damals zu Wort und ordnen die Ereignisse neu ein: Richter im Stammheimer Prozess wie Theodor Prinzing, Kurt Breucker und Eberhard Foth, Verteidiger wie Hans-Christian Ströbele, Rupert von Plottnitz und Kurt Groenewold sowie Journalisten und Prozessbeobachter wie der Theatermacher Claus Peymann und der damals 16-jährige Schüler und heutige Filmemacher Andres Veiel. Der Film enthüllt, dass das Stammheimer Gericht am Zustandekommen der Sondergesetze beteiligt war, mit denen kurz vor Prozessbeginn die Rechte von Angeklagten und Verteidigern beschnitten wurden, und erzählt das private Drama im Hause Prinzing: Seine Tochter Gabriele war Sympathisantin der RAF. Beide offenbaren in ausführlichen Interviews erstmals die persönliche Seite eines Prozesses, der das Land spaltete.

45-minütige Fernsehdokumentation von Thomas Schuhbauer und Sonja von Behrens

Die Fernsehdokumentation ist seit der Ausstrahlung in der Mediathek der ARD abrufbar.

Sonja von Behrens und ihre Kollegen freuen sich über Sie als Zuschauer!


Frühlings-/Sommersemester im bavaricum@histonauten

Himmlische Mythen
/ Vortragsreihe in Kooperation mit der MVHS

Das Kreuz von Golgotha, aus dessen Holz neues Leben sprießt, das Grabtuch von Turin, das als Zeugnis der Auferstehung gilt, die Schwarze Madonna von Altötting, die womöglich auf vorchristliche „Urmütter“ verweist – im Frühjahr stellt das Kirchenjahr das Wachsen und Werden in den Mittelpunkt. Gedacht wird in diesen Wochen allerdings auch einer vorlauten Bauerntochter. Sie hatte in einer von Männern dominierten Welt zeitweilig die Hosen an. Die Rache war fürchterlich: Jeanne d’Arc wurde am 30. Mai 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Schlössergeschichten
/ Vortragsreihe in Kooperation mit der MVHS

Der Louvre sollte eigentlich im 17. Jahrhundert abgerissen werden. Es kam anders. Heute ist das einstige Stadtschloss der französischen Könige das meistbesuchte Museum der Welt. In der Be­suchergunst konkurriert der Herrschersitz mit dem Buckingham Palast, der gern als „Inbegriff kolossaler Verdrießlichkeit“ verspottet wird, und mit dem Topkapı-Palast, zu dem einst ein Harem für 2.000 Frauen gehörte. Der Bischof von Würzburg musste auf diese Form der „Dreingab“ verzichten. Dafür leistete er sich das angeblich schönste Treppenhaus der Welt.

Selig & sündig – Bayerische Kirchenfürsten / Vortragsreihe

Geistliche Herren regierten jahrhundertelang weite Teile des heutigen Bayern. Sie stammten in aller Regel aus den vornehmsten Familien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, führten nicht selten ein ausschweifendes Leben und hinterließen ein reiches kulturelles Erbe: Otto von Freising galt als bedeutendster Geschichtsschreiber des Mittelalters. Clemens Wenzeslaus von Sachsen gab den „Trierzimmern“ der Münchner Residenz den Namen. Und Ludwig Joseph von Welden unternahm 1786 eine turbulente „Firm- und Kirchweihereise“ ins bayerische Oberland.

Die Wittelsbacher privat / Vortragsreihe mit Exkursionen

Auch in den Reihen der Wittelsbacher tummeln sich Abenteurer und Sportskanonen, Ruhebedürftige und Vergnügungssüchtige, Naturbegeisterte und Literaturbesessene. Wir steigen mit König Ludwig I. zum Kraterrand des feuerspeienden Vesuv hinauf, besuchen Kaiserin Elisabeth von Österreich in ihrem Märchenschloss auf Korfu und beobachten Kurfürst Ferdinand Maria, wie er unter seinem Prunkschiff hindurch taucht. Außerdem stoßen wir in Gut Kaltenbrunn am Tegernsee auf den 66. Geburtstag von König Max I. Joseph an.

München im Mittelalter / Vortragsreihe mit Stadtführungen

Wassergräben und ein doppelter Mauerring mit etwa 100 Türmen – die Stadt glich einer riesigen Burg. Armbrüste, Pechpfannen und der „Münch“ – ein Geschütz, das 175 Pfund schwere Kugeln verschoss – dienten der Verteidigung. In Friedenszeiten standen die Tore tagsüber offen. Aus Venedig kamen orientalische Gewürze, Papier und Salpeter, aus Flandern englische Wolle, aus Kärnten Eisen. 1462 zählte München schon über 12.000 Einwohner. Die baufällige Marienkirche wich einem Gotteshaus, das mit seiner enormen Größe zum neuen Wahrzeichen der Stadt wurde.


Wieder aktiv in der Pinakothek der Moderne:
PIN.X - Bilder drehen, Bilder verstehen

Wir filmen wieder mit Schülerinnen und Schülern! Aus Kunst werden Videos, aus "Stills" Stories. Mehr Infos ...

Wenn Sie auch Interesse daran haben, mit Ihrer Klasse teilzunehmen, melden Sie sich bitte bei uns.

Ab sofort online verfügbar:
Schon seh ich Glut und Wirbelrauch - Die Walpurgisnacht (Vortrag)


Ein ganzer Vortrag von Klaus Reichold aus der Mythen-Reihe für alle, die ihn versäumt haben und für diejenigen, die mal einen "Live"-Eindruck bekommen wollen von unseren Veranstaltungen. (Und bitte nicht wundern: Im youtube-Video ist wirklich nur ein Bild zu sehen. In unseren Vorträgen sind es natürlich viele mehr.) Viel Spaß!

Einen reinen Audio-Download gibt es als Alternative auf unserer Seite http://www.histonauten.de/bavaricum/Impressionen/.

Seit 21. April 2015 online und im Museum zu besuchen
"Im Maschinenraum des Krieges. Ingolstadt 1914-1918"

Mit einem "Virtuellen Museum" verbinden wir das Stadtgebiet Ingolstadt und die große Dauerausstellung zum Ersten Weltkrieg im Reduit Tilly.

Am 21. April wurde es in Ingolstadt vorgestellt und ging online unter http://1914-1918.armeemuseum.de/ .

Unser Trailer und ein Artikel geben Einblick in das Projekt:

Ein virtuelles Museum entsteht
Artikel für das Magazin "Schönere Heimat"
Schönere Heimat - Artikel Ingolstadt.pdf (213.83KB)
Ein virtuelles Museum entsteht
Artikel für das Magazin "Schönere Heimat"
Schönere Heimat - Artikel Ingolstadt.pdf (213.83KB)

Hier wieder lieferbar

Klaus Reichold u.a.: 50 Skulpturen, die man kennen sollte

Ihr Kopf wurde nie gefunden, auch die Arme blieben verschollen, der Rest war in über hundert Bruchstücke zerstreut. Die Ausgrabungsgeschichte der geflügelten griechischen Siegesgöttin Nike von Samothrake, eine der bekanntesten Skulpturen der Antike, liest sich nicht weniger spannend als die 49 weiteren Geschichten der Skulpturen und ihrer Künstler in diesem Band: Gegen Michelangelos David flogen Steine, die Marmorskulptur der heiligen Theresa von Avila zeigt sich in einer geradezu erotisch anmutenden Verzückung, die seinerzeit zu heller Aufregung führte, das kostbare Salzfass vom Goldschmied Cellini wurde entführt, und der Skandal, den Joseph Beuys mit seinem Fettstuhl auslöste, hallt bis heute nach. Dieser Band versammelt die wichtigsten Skulpturen seit der klassischen Antike und vermittelt anhand unterhaltsamer und informativer Texte wertvolles Basiswissen über die Kultur- und Kunstgeschichte.

Oberbayern

Vielfalt zwischen Donau und Alpen - Jenseits des Klischees (herausgegeben von Norbert Göttler)

Mit einem Beitrag von Klaus Reichold
und Thomas Endl (Fotos):

Überrraschende Vielfalt - Die Kulturlandschaften Oberbayerns

"Natürlich ist Oberbayern ein Paradies. Und wenn Ludwig Ganghofer nicht flunkert, wusste man das schon vor Jahrhunderten. Denn er legt einem Augustiner-Chorherrn namens Eberwin, der um 1100 lebte, einen Satz in den Mund, der zu den hübschesten Beispielen wohlformulierter Heimatverbundenheit gehört: 'Herr, wen du lieb hast, den lässest Du fallen in dieses Land!'


Den braven Eberwin gab es tatsächlich. Er war der erste Propst des Klosterstifts Berchtesgaden. Und ob er den zitierten Satz so gesagt hat oder nicht, ist völlig wurscht. Denn" ...  (mehr lesen?)

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